Rund 70 neue Realschüler in Oberroning …

Auch in diesem Schuljahr konnte die Realschule Oberroning wieder viele neue Fünftklässler willkommen heißen.

In diesem Jahr sind alle drei fünften Klassen so genannte Marchtaler-Plan-Klassen. Im Zentrum des Marchtaler Plans steht das christliche Menschenbild. Die einzelnen Säulen des Marchtaler Plans, die ‚Freie Stillarbeit‘, der ‚Morgenkreis‘ und der ‚vernetzte Unterricht‘ -die zusätzlich zum Regelunterricht stattfinden-  sind nun seit einigen Jahren fest an der Realschule Oberroning implementiert. Ein Großteil des Lehrerkollegiums hat auch das Zusatzstudium »Katholische Reformpädagogik unter besonderer Berücksichtigung des Marchtaler Plans« absolviert und besitzt ein entsprechendes Zertifikat.

Aufgrund der Corona-Maßnahmen konnte der Neustart nicht wie üblich stattfinden. Es gab leider keinen gemeinsamen Empfang aller Fünftklässler mit ihren Eltern und bedauerlicherweise gab es auch kein Elternfrühstück. Die Schülerinnen und Schüler der 5. Jahrgangsstufe wurden gestaffelt -jede Klasse extra- an der Schule willkommen geheißen. Die Begrüßung durch die Schulleitung Anna Maria Müller und die einzelnen Klassenleitungen war zwar nicht wie gewohnt, aber deshalb nicht weniger herzlich. Die drei Klassenleiterinnen (Heike Müller, Corinna Berger und Elena Just) waren genauso gespannt auf ihre neuen Klassen, wie diese vermutlich auf ihr neuen Lehrerinnen an der neuen Schule. Da es der Wettergott an diesem besonderen Tag besonders gut meinte, konnte das erste Kennenlernen sogar im Freien im Pausenhof stattfinden. Traditionsgemäß bekam jede Klasse dort auch ihre Klassenkerze überreicht. Diese Kerze begleitet die Klasse während der gesamten Realschulzeit. Sie wird wöchentlich im Morgenkreis und auch zu verschiedenen kirchlichen Festen angezündet. Ein letztes Mal dann bei der Entlassfeier der Absolventinnen und Absolventen um hier die Zeit, die an der Realschule verbracht wurde, nachzuvollziehen. Danach durften die Schülerinnen und Schüler ihre neuen Klassenräume beziehen, wo sie viel Neues erfuhren und anhand der Schulverfassung mit den üblichen Regeln der Realschule vertraut gemacht wurden. Im Laufe des Vormittags stellten sich auch die Sozialtutorinnen und Sozialtutoren (extra hierfür ausgebildete Schülerinnen und Schüler aus der 9. Jahrgangsstufe)  vor. Diese helfen den ‚Neulingen‘, sich an der neuen Schule zurecht zu finden. Gerade in den ersten Tagen begleiten sie ihre ‚Zöglinge‘ zum Bus, zum Mittagessen und zeigen ihnen anhand einer Schulrallye das Schulhaus. Außerdem sind sie während des gesamten 5. Schuljahres Ansprechpartner und überlegen sich immer wieder verschiedene Aktionen wie z. B. Spielenachmittage, gesundes Frühstück, Adventsbasteleien, Osternester verstecken, Morgenkreise zu verschiedenen Themen, und vieles mehr. Die vier Stunden voller Neuigkeiten und Aufregungen gingen viel zu schnell vorüber, so dass einige der Schülerinnen und Schüler gar nicht heim, sondern gleich bis zum nächsten Schultag im Klassenzimmer bleiben wollten.

Tanja Tajsich