Oberroninger Schüler im Blue Lake Fine Arts Orchester Camp - USA

Am 24. Juli 2018 ging es für erstmals sieben Schüler und die zwei Stipendiatinnen des Wahlfaches Orchester ins Blue Lake Fine Arts Camp nach Michigan, USA.

Perfekt gestylt - mit von der Bäckerei Weinzierl gesponsorten T-Shirts - trafen wir uns um 8:45 Uhr mit Frau Lakota, die sich dankenswerterweise bereiterklärte uns auf unserem Flug zu begleiten, am Flughafen in München. Nach neunstündigem Flug mit Zwischenstopp in Dublin und vierstündiger Autofahrt von Chicago nach Michigan kamen wir schließlich um ein Uhr Nacht im Camp an. Wir wurden übergangsweise in eine Hütte gebracht, in der wir voller Erschöpfung unsere erste Nacht verbrachten – allerdings nicht ohne vorher unsere Eltern anzurufen und sie zu informieren, dass es uns gut ginge. Am Morgen wurden wir abgeholt und wir gingen erstmals durch den riesigen Wald direkt zum Speisesaal, in dem es ein üppiges Frühstück mit Omelett, gebratenem Speck, Obst und Gebäck gab.

Nachdem wir unseren Hunger gestillt hatten, hieß es Koffer packen und sich vorerst voneinander zu verabschieden, da wir nun in unsere jeweiligen Units (Wohneinheiten) und Hütten aufgeteilt wurden. Jedem der Schüler aus Oberroning wurde einer Hütte nur mit Amerikanern zugeteilt. Pro Hütte waren dies 12 Leute, 10 „Studenten“ und zwei Betreuer. Toiletten und Duschen mussten wir uns teilen, da es nur Gemeinschaftsduschen und Gemeinschaftstoiletten gab. Von nun an hieß es für uns: Englisch reden bis zum Umfallen. Als alle Formalitäten erledigt und die Camp-Uniformen angezogen waren, schnappten wir uns unseren neuen besten Freund, einen Plan des Camps, und machten uns auf den Weg, das Camp zu erkunden. Anschließend musste jeder solo vorspielen, damit wir in die verschieden anspruchsvollen Orchester eingeteilt werden konnten. Am Abend versammelten wir uns alle auf der Zuschauertribüne der Stewart Shell, einer großen Auftrittsbühne, wir wurden willkommen geheißen und unsere Stundenpläne wurden uns ausgehändigt.

Der Stundenplan und das Programm während des Aufenthalts waren sehr straff. Hier ein Beispielstundenplan: Aufgeweckt wurden wir um 7:00 Uhr, um 8:00 Uhr gab es Frühstück. Von 8:00 Uhr bis 9:30 Uhr Orchesterprobe, von 9:40 Uhr bis 10:20 Uhr Instrumententechnik. Danach eine Stunde Pause, um schnell Duschen zu gehen, weil es im Anschluss sofort mit 40 Minuten Registerprobe weiterging. Von 12:00 Uhr bis 13:00 Uhr gab es Mittagessen und danach belegten manche ein Wahlfach, welches von 13:00 Uhr bis 14:00 Uhr stattfand. Anschließend war nochmal eine eineinhalbstündige Orchesterprobe angesetzt. Ab 16:00 Uhr hatten wir eine Stunde Freizeit, in der man sich mit Freunden treffen, schwimmen gehen oder üben konnte. Danach versammelten wir uns im Central Camp an unseren jeweiligen meeting spots (Treffpunkten). Gemeinsam sangen wir lustige Lieder und tanzten dazu. Beim Abendessen saßen wir, wie bei jeder Mahlzeit, Mädchen und Jungen getrennt; bevor es Essen gab, sangen nochmal alle gemeinsam im Kanon ein Gebet. Anschließend mussten wir uns unsere Konzertuniformen anziehen, da fast jeden Abend Konzerte im Camp stattfanden, die wir uns anhörten.

Außer den Konzerten gab es an einem Abend eine Pizza-Party anstatt Abendessen, einen Camper-Karneval, an dem alle Schüler aus Oberroning ihre Tracht anzogen, eine Talentshow, in der jeder den anderen sein besonderes Talent vorführen konnte, und eine Party mit viel Musik und Tanz. Neben uns waren noch vier weitere deutsche Mädchen aus Berlin im Camp. Einmal gab es ein internationales Mittagessen, zu dem nur Camper aus anderen Ländern eingeladen waren, und am Nachmittag ein internationales Treffen mit Snacks und Getränken. Leider waren zum Zeitpunkt unserer Anwesenheit keine Schüler aus anderen Ländern im Camp, weil diese das Camp bereits in den ersten beiden Sessions besucht hatten.

Am letzten Tag unseres Aufenthalts hatten wir ein Abschlusskonzert, in dem jedes Orchester den Eltern der Camperinnen und Camper die Arbeit während dieser 12 Tage präsentierte. Am Nachmittag wurden wir von einer Fahrerin des Camps zum Flughafen nach Chicago gebracht, wo Herr Sompek, der Direktor der Realschule Burghausen, mit seiner Familie bereits wartete, um mit uns über London zurück nach München zu fliegen. Abschließend ist zu sagen, dass der Aufenthalt im Camp eine sehr tolle Erfahrung war und es uns allen super gut gefallen hat. Außerdem sind enge Freundschaften entstanden, die immer noch gepflegt werden.

Sophie Schmid, 8b und Stefanie Oberländer 10a