Studienfahrt nach Straßburg

Wieder einmal machten sich Frau Tajsich und Herr Maier kurz vor Ostern zusammen mit den Französischschülerinnen und Schülern der 8.-10. Klassen auf nach Frankreich in die wunderschöne Stadt ‚Straßburg‘. Primäre Ziele dieser Reise waren natürlich das Anwenden der im Unterricht mühsam erlernten französischen Sprache und das Kennenlernen der elsässischen Hauptstadt. Hierzu mussten die Schülerinnen und Schüler während des gesamten Aufenthalts ein Stadterkundungsrätsel lösen, welches mit leckeren ‚macarons‘ vom Konditor prämiert wurde. Für die genannten Ziele bietet sich ‚Strasbourg -nah an Deutschland, dennoch schon in Frankreich und immer wieder mal da, mal dort zugehörig- wunderbar an. Nach nur 6 Stunden Busfahrt ist man schon in Frankreich und sieht französische Straßenschilder, französische Geschäftsnamen, hört die Leute nur französisch reden, kann französische Köstlichkeiten genießen, und und und.  Auf dem Programm standen außerdem der Besuch des Europäischen Parlaments und des kleinen Städtchens Colmar. Sehr wichtige Ziele dieser Reise waren aber auch Kommunikation, Geselligkeit und nicht zu vergessen „Spaß“. Diese letztgenannten begannen bereits am Abend des Anreisetages mit einem gemeinsamen Flammkuchen-Essen. Es gab pikante Flammkuchen in verschiedenen Variationen (natürlich auch vegetarisch) und tolle süße Flammkuchen als Dessert. Krönender Abschluss des Menus war ein ‚Flammekueche au chocolat‘. Danach waren alle für den etwas verlängerten nächtlichen Heimweg zu Fuß entlang der Ill mehr als gestärkt und konnten anschließend im Hotel satt und zufrieden in süße Träume fallen. 

Eine Stadtführung am nächsten Tag zeigte den interessierten Oberroningern dann die Schönheiten des Stadtkerns der elsäßischen Hauptstadt, die malerischen Gassen, die prunkvollen Fachwerkbauten und die den konfessionellen Wechsel geduldig ertragenden Kirchen. Vor allem ‚Petite France‘, das ehemalige Handwerkerviertel, mit seinen idyllisch am Wasser gelegenen Mühlen- und Gerberhäusern bot unzählige Fotomotive. Wie sich Grundflächenbesteuerung architektonisch auswirkt und warum nur Reiche Fenster zur Straße hatten, konnten die Schülerinnen und Schüler nebenbei auch noch erfahren.

Das Münster, wo Raum und Zeit zu Stein geworden scheinen, beeindruckte alle, besonders das Innere mit dem transzendenten Licht, bedingt durch die farbigen Fenster, sowie die alle zeitlichen Dimensionen erfassende astronomische Uhr.

Um ein bisschen zu entspannen, ließ sich die Gruppe, die von der Ill umflossene Stadt auch noch einmal sitzend von einem Besichtigungsboot -einem so genanntem ‚Batorama’ - aus erklären. Höchst interessant und sehr wichtig war auch der Besuch im Europäischen Parlament. Hier wurde den jungen Besuchern deutlich gemacht, wie wichtig es ist, ‚pro Europa’ zu stimmen.

Beim Besuch in Colmar konnten die Jugendlichen den Charme der Altstadt, seine großartigen Bauwerke und seine malerischen Viertel wie das Klein-Venedig oder das Gerberviertel entdecken. Sehr schön waren auch die vielen kleinen Ostermärkte und die österliche Dekoration im ganzen Städtchen.

Als weiteres ‚bonbon‘ der Reise stand der Besuch in der Schokoladenfabrik ‚Secrets du Chocolat par Schaal‘ in Geispolsheim auf dem Programm. Im dazugehörigen Schokoladenmuseum konnte man einiges über die Geschichte und Herstellung der süßen Masse erfahren und im Anschluss daran in einem interaktiven Film Pralinen mit verschiedenen Sinnen kosten und genießen. Die Schülerinnen und Schüler konnten danach im Verkaufsraum ihre schokoladigen Ostereinkäufe (feine Schokolade und tolle Osterfiguren frisch aus der Produktion) erledigen und somit etwas von den süßen Erfahrungen mit nach Hause bringen. Die Oberroninger nahmen von dieser Reise aber nicht nur diese ‚süßen‘ Erfahrungen mit, sondern viele weitere Eindrücke, neues Wissen und auch das ein oder andere neu erlernte französischen Wort. Zur Zufriedenheit aller wurden also sämtliche Ziele dieser Reise erreicht und zuhause gab es sicherlich viel zu erzählen.

 Tanja Tajsich