Polizei unterrichtet die Lehrerinnen und Lehrer der Realschule Oberroning

Die Polizei kam für einen Nachmittag an die Realschule Oberroning, um interessierten Lehrerinnen und Lehrern über aktuelle Methoden von Cybermobbing oder andere psychische oder körperliche Erniedrigungen durch das Internet zu informieren bzw. aufzuklären. Da viele Schülerinnen und Schüler, aber auch zunehmend Lehrerinnen und Lehrer heutzutage betroffen sind, ist das Thema brandaktuell.

Herr Bernhard Walter, 1. Polizeihauptkommissar und Dienststellenleiter der Polizeidienststelle Rottenburg und Herr Thomas Westermeier, Polizeihauptmeister in Rottenburg, erklärten sehr kompetent sämtliche aktuelle Apps und Programme zum Thema ‚Social Media‘, die von den Schülerinnen und Schülern derzeit genutzt werden. Außerdem veranschaulichte Westermeier, wie durch aktuelle Konsolenspiele ebenso Raum für Mobbing im Schulalltag geschaffen werden kann. Er betonte immer wieder, wie wichtig es sei, dass Schule und Polizei nahe zusammenarbeiten würden und dass kein Lehrer Scheu vor einer Anzeige bzw. vor Nachfragen bei der Polizei zeigen solle, wenn man sich belästigt oder sogar schikaniert fühle. Beide Polizisten versicherten, dass man jederzeit sofort eine Dienststelle aufsuchen und um Rat fragen bzw. Anzeige erstatten könne. Im Laufe des Vortrags wurden u. a. Begriffe wie ‘Sexting’, und ‚Recht am eigenen Bild‘ erklärt. Außerdem wurde berichtet, wie erschreckend es sei, dass bereits Fünftklässler das Handy in der Nacht neben dem Bett liegen hätten und dass es wiederum Grundlage für Mobbing sei, wenn man nicht die ganze Nacht ‚on‘ sei. So käme es vor, dass sich in Klassenchats über Nacht bis zu 800 Nachrichten ansammeln. Insgesamt war der Nachmittag sehr lehrreich. Sowohl die Lehrerinnen und Lehrer als auch die Polizei sind sich einig, dass sie stärker als je zuvor zusammen arbeiten müssen, damit Hoffnung besteht, dass Vorfälle in Bezug auf Internet und Co an der Schule nicht überhand nähmen. Momentan ist die Situation so, dass die Polizei aufgrund von Problemen mit den neuen Medien. bzw. mangelnder Medienkompetenz der Schülerinnen und Schüler mindestens einmal pro Woche an eine Schule fahren müsse. Die Konsequenzen sind einfach vielen Schülerinnen und Schülern noch nicht bewusst, weil dieses Gebiet noch sehr neu ist und den meisten das Ausmaß ihrer Spuren im Internet noch nicht bewusst ist.

Tanja Tajsich