Fahrt der Klasse 8a zur KZ-Gedenkstätte Flossenbürg

Im Februar 2019 fuhr die Klasse 8a mit ihrer Klassenlehrerin Eva Schneider und ihrer Religionslehrerin Eva Kerner in die KZ - Gedenkstätte nach Flossenbürg. Vorausgegangen waren dem Besuch verschiedene Unterrichtsstunden zum Thema Nationalsozialismus, in denen die Klasse nicht nur das historische Wissen vermittelt bekam, sondern auch die literarische Aufarbeitung anhand verschiedener Kurzgeschichten.

Über den Besuch in der Gedenkstätte berichtet die Schülerin Lisel Müller:

In der Gedenkstätte versammelten wir uns im Bildungszentrum und wurden dort in zwei gleich große Gruppen aufgeteilt.

Die 1. Gruppe beschäftigte sich mit dem Thema: „Wie wollen wir leben?“

Hier bildeten wir zuerst unseren eigenen Staat, bestimmten, wer in ihm Leben durfte, stellten eigene Gesetze auf und diskutierten über Menschenrechte, Glaube und Minderheiten. Danach machten wir einen Rundgang über das Gelände mit mehreren kleinen Stationen. Bei jeder Station erfuhren wir Interessantes über die Lebensgeschichten ehemaliger KZ-Häftlinge. Zum Schluss verglichen wir unseren eigenen Staat mit dem Deutschland von 1933 bis 1945 und diskutierten unsere Ergebnisse.

Das Thema der 2. Gruppe hieß: “Wer ist schuld am Tod von Victor Rôna?”

In dieser Gruppe wurde der Rundgang zuerst gemacht und wir lernten anhand von verschiedenen Stationen etwas über die Täter und die Rolle der Gesellschaft in der Zeit des Nationalsozialismus. Darauf erfuhren wir die Geschichte von Victor Rôna, welcher ein fünfzehnjähriger Gefangener war, der kurz nach seiner Befreiung seinen Verletzungen erlag. Zum Schluss wurden uns ein diverse Personen vorgestellt, die entweder aktive Täter, Profiteure, Zuschauer oder Helfer waren und stellten fest, dass an Victor Rônas Tod mehr Leute schuld waren als wir zuerst gedacht hatten.

Der Ausflug hat uns alle sehr zum Nachdenken gebracht und wir unterhielten uns noch im Bus weiter über unsere zahlreichen Eindrücke.