Die Marchtaler Plan Klassen besuchen die Zweigstelle Altdorf der Landshuter Werkstätten

Auch in diesem Jahr besuchten die beiden 5. Klassen, die nach dem Marchtaler Plan unterrichtet werden, im Rahmen des wöchentlichen Projektunterrichts zum Thema ‚Gott wird Mensch‘ zusammen mit ihren Lehrern Eva Kerner und Stefan Obermeier der Realschule Oberroning eine Zweigstelle der Landshuter Werkstätten.

Bei den Landshuter Werkstätten handelt es sich um anerkannte Werkstätten für Menschen mit Behinderung. In 6 Betrieben (Landshut/Altdorf, Landau, Kelheim, Vilsbiburg, Mainburg und Rottenburg ) werden Menschen beschäftigt, die aufgrund ihrer geistigen, körperlichen oder seelischen Beeinträchtigung nicht, noch nicht oder noch nicht wieder eine Beschäftigung auf dem „Allgemeinen Arbeitsmarkt“ erlangen können. Derzeit stehen 950 Arbeitsstellen für Menschen mit Behinderung zur Verfügung.

Die beiden Klassen besuchten den Betrieb in Altdorf, wo es folgende Fachbereiche gibt:  Holz, Metall, Kunststoff, Montage, Textil und Weberei. Es stehen 250 Arbeitsplätze zur Verfügung. Die Zusammenarbeit der Realschule Oberroning mit den Landshuter Werkstätten besteht schon seit einigen Jahren. Die Schule trat an die Werkstätten heran, als es darum ging, ein Angebot für Bausätze für die so genannten ‚Ego Cubes‘ zu finden. ‚Ego Cubes‘ sind praktische, tragbare und verschließbare Aufbewahrungswürfel aus Holz. Diese bauen die Schülerinnen und Schüler der 5. Klassen jedes Schuljahr gemeinsam mit ihren Eltern und Klassenlehrern an einem Nachmittag zusammen und begleiten die Kinder während ihrer gesamten Schullaufbahn in Oberroning. Sie dienen als eigenes Fach im Klassenzimmer. Die Schule wollte vor vier Jahren die Werkstätten unterstützen und die Zusammenarbeit klappte sehr gut, so dass nun jedes Jahr die Bausätze dort bestellt werden. Die Bausätze werden extra für die Realschule angefertigt und gehören nicht zum üblichen Angebot der Werkstätten.

Der Besuch war sehr aufschlussreich. Nach einer herzlichen Begrüßung genossen die Kinder -in drei Gruppen unterteilt- sehr interessante Führungen durch die Werkstatt. Sie durften erfahren, in welchen fachlichen Bereichen die Menschen dort arbeiten und durften teilweise sogar selbst Hand anlegen. Die Schülerinnen und Schüler waren auch davon beeindruckt, für welche großen Firmen in den Werkstätten gearbeitet wird. Die Fahrt war sehr lehrreich und die Schülerinnen und Schüler konnten mit beeindruckenden Informationen zu dieser sozialen Einrichtung nachhause fahren.

Tanja Tajsich und Eva Kerner