Entlassfeier an der Realschule Oberroning – In den Farben des Regenbogens

Am Donnerstag, 29.Juli wurden an der Realschule Oberroning 49 Absolventinnen und Absolventen verabschiedet. Die Feier fand auch in diesem Jahr wieder im Klostergarten im Schatten der Obstbäume statt. Dieser Ort wurde im letzten Schuljahr aufgrund der besonderen Situation und der Abstandsregeln in der Pandemie gefunden. Bereits im letzten Schuljahr gab es Überlegungen dazu, die Feierlichkeiten auch in Zukunft im beschaulichen Klostergarten abzuhalten. Da dieses Schuljahr wieder von Abstandsregeln geprägt war und somit auch die Absolventenfeier, war eigentlich ziemlich schnell der Ort hierfür klar. Das Ambiente und das Flair gaben dieser Entscheidung auch in diesem Jahr Recht. Petrus meinte es ebenso wieder gut mit den Absolventinnen und Absolventen, den Eltern und der Schulfamilie. Es war angenehm warm und die Obstbäume spendeten Schatten.

Auch in diesem Schuljahr gab es Homeschooling, Distanz- und Wechselunterricht, verschobene Termine etc... Auch, wenn man vielleicht nicht ganz ins kalte Wasser geworfen wurde, musste man auch in diesem Schuljahr viel Selbstdisziplin zeigen, um den Lernstoff daheim zu meistern und sich unter besonderen Umständen auf die Abschlussprüfung vorzubereiten. Dies schien gut gelungen zu sein, denn von 49 Schülerinnen und Schülern, die angetreten waren, hatten 49 bestanden und sogar 19 davon mit einer 1 vor dem Komma. Nicht zuletzt aufgrund der erschwerten Bedingungen war diese Abschlussfeier vermutlich auch einen Tick rührender als vergangene. Rührend machten diese Feier sehr viele einzelne Elemente. Die ersten Tränen flossen bereits bei den ersten Tönen des Eingangslieds ‘You are the reason‘ von Calum Scott zum Abschiedsgottesdienst. Dieses wurde von einer schnell gegründeten Band aus Absolventen (Lara Junge, Carolin Huber, Anna Wagner, Sophie Schmid, Striegl Daniel, Johannes Schweiger sowie seine Schwester Steffi) gespielt. Als die Sängerin Lara Junge mit ihrer gefühlvollen Stimme zu singen begann, war es schon um einige geschehen, die bereits mit den ersten Tränen kämpften. Auch alle weiteren Lieder der Feier waren wunderschön und die Bandmitglieder gaben ihr Bestes und zeigten ihr Können (darunter auch Sophie Schmid mit einem Solo auf der Querflöte). Am Schluss wurde zu den Rhythmen sogar geklatscht und einige Lehrerinnen und Lehrer konnten nicht sitzen bleiben und mussten sich dazu bewegen. Sehr emotional war es auch, als die Absolventinnen und Absolventen gemeinsam mit ihren Lehrerinnen und Lehrern die im Gottesdienst (geleitet von Eva Kerner und Rebekka Mahrer) genannte Thematik des Regenbogens und der wunderbaren Diversität der Menschen aufgriffen und als Zeichen hierfür Luftballons in den Farben des Regenbogens steigen ließen. Nach dem Gottesdienst ging es gefühlvoll weiter. Die einfühlsamen Reden der Schulleitung (Annamaria Müller und Wolfgang Maier), in denen noch einmal kurz die Regenthematik aufgegriffen wurde, indem die Schule mit der Arche Noah verglichen wurde, die die Absolventen -so wie Noah die Tiere- sicher durch jegliche Unwetter und Stürme, aber auch durch viele Tage mit Sonnenschein ‚geschifft‘ hatte. Nach den offiziellen Reden des Elternbeirats (vertreten durch Margarete Blümel), einer Videobotschaft der Landrätin Tanja Schweiger, kam nun endlich die Zeugnisverleihung. Extra geehrt wurden alle Absolventinnen und Absolventen, die einen Durchschnitt von 1,0 bis 1,5 erreicht hatten. Dies waren aus der 10 A: Pelger Marie, Johannes Schweiger, Lisel Müller, Wittman Luisa, Julia Schlagbauer, Helena Spinar und Lorena Schlape. Aus der Klasse 10B: Lisa Blendl, Melissa Linke, Sabrina Folger, Sophie Schmid und Andreas Ranftl. Lorena Schlape wurde von der Französischlehrerin Tanja Tajsich extra für ihre herausragenden Leistungen in der DELF - Prüfung (Diplôme d’études en langue française) geehrt. Hier erreichte sie 98,5 von 100 Punkten. Nach der würdevollen Verleihung und den vielen Ehrungen kamen -was Rührung betrifft- die Highlights des Tages. Den Lehrerinnen und Lehrern wurde von den Schülerinnen und Schülern einzelnen mit extra für sie geschriebene Reden gedankt. Sollte bis dahin jemand noch keine Träne vor Rührung vergossen haben, so tat er es spätestens jetzt. Die Reden waren sehr persönlich und auf die einzelnen Lehrkräfte zugeschnitten und wurden frei von einzelnen Schülerinnen und Schülern vorgetragen. Als Lehrkraft wurde einem aufs Neue bewusst, warum man diesen Beruf gewählt hatte und mit Leidenschaft ausführt. Natürlich wurde nicht nur den Lehrkräften, sondern der gesamten Schulfamilie gedankt, jeder bekam ein Geschenk und/ oder Blumen. Nachdem alle Absolventinnen und Absolventen gemeinsam auf der Bühne das Lied der Toten Hosen ‚Tage wie diese‘ zum Besten gegeben hatten, konnte man noch einmal zu den Abschlussliedern ‚Halleluja‘ und Let‘s have a party‘ -gespielt von der Absolventenband- seinen Gefühlen freien Lauf lassen bzw. sich austoben.

Tanja Tajsich