Die Marchtaler Plan Klassen der Realschule Oberroning besuchen die Zweigstelle Altdorf der Landshuter Werkstätte

Auch in diesem Jahr besuchten die beiden 5. Klassen, die an der Realschule Oberroning nach dem Marchtaler Plan unterrichtet werden, im Rahmen des wöchentlichen Projektunterrichts zum Thema ‚Gott wird Mensch‘ eine Zweigstelle der Landshuter Werkstätten. Begleitet wurden sie von ihren Klassenlehrern Julia Brandl und Claus-Peter Englhardt, außerdem von der VU-Lehrerin Adelheid Streu und dem Konrektor Wolfgang Maier. Bei den Landshuter Werkstätten handelt es sich um anerkannte Werkstätten für Menschen mit Behinderung. In sechs Betrieben (Landshut/Altdorf, Landau, Kelheim, Vilsbiburg, Mainburg und Rottenburg ) werden Menschen beschäftigt, die aufgrund ihrer geistigen, körperlichen oder seelischen Beeinträchtigung nicht, noch nicht oder noch nicht wieder eine Beschäftigung auf dem „Allgemeinen Arbeitsmarkt“ erlangen können. Derzeit stehen 950 Arbeitsstellen für Menschen mit Behinderung zur Verfügung.

Die beiden Klassen besuchten den Betrieb in Altdorf, wo es folgende Fachbereiche gibt: Holz, Metall, Kunststoff, Montage, Textil und Weberei. Es stehen 250 Arbeitsplätze zur Verfügung. Die Zusammenarbeit der Realschule Oberroning mit den Landshuter Werkstätten besteht schon seit einigen Jahren. Die Schule trat an die Werkstätten heran, als es darum ging, ein Angebot für Bausätze für die so genannten ‚Ego Cubes‘ zu finden. ‚Ego Cubes‘ sind praktische, tragbare und verschließbare Aufbewahrungswürfel aus Holz. Diese bauen die Schülerinnen und Schüler der 5. Klassen jedes Schuljahr gemeinsam mit ihren Eltern und Klassenlehrern an einem Nachmittag zusammen und begleiten die Kinder während ihrer gesamten Schullaufbahn in Oberroning. Sie dienen als eigenes Fach im Klassenzimmer. Die Schule wollte vor fünf Jahren die Werkstätten unterstützen und die Zusammenarbeit klappte sehr gut, so dass nun jedes Jahr die Bausätze dort bestellt werden. Die Bausätze werden extra für die Realschule angefertigt und gehören nicht zum üblichen Angebot der Werkstätten.

Der Besuch war sehr aufschlussreich. Nach einer herzlichen Begrüßung durch den Leiter der Werkstätten Herrn Stadler genossen die Kinder -in vier Gruppen (geführt von Herrn Wimmer, Herrn Teufel, Herrn Stamm und Herrn Deindl) unterteilt- sehr interessante Führungen durch alle Abteilungen der Werkstatt. Sie konnten erfahren, in welchen fachlichen Bereichen die Menschen dort arbeiten und durften teilweise sogar selbst Hand anlegen. Die Schülerinnen und Schüler waren auch davon beeindruckt, für welche großen Firmen in den Werkstätten gearbeitet wird. Am Ende der Führungen spielte ein Beschäftigter zum Abschied ein Nikolauslied für die Oberroninger auf der Melodica vor. So kam etwas weihnachtliche Stimmung auf. Außerdem war die Fahrt war sehr lehrreich und die Schülerinnen und Schüler konnten mit beeindruckenden Impressionen und Informationen über diese soziale Einrichtung nachhause fahren.

Tanja Tajsich