Teamarbeit mal anders…

Die Elemente des Marchtaler Plans werden in der Realschule Oberroning konsequent durchgeführt und weiter ausgebaut, wobei jeder selbst tätig werden darf.

Mittlerweile ist es schon fast zur Gewohnheit geworden, dass die fünften Klassen der Realschule Oberroning zusammen mit ihren Eltern und ihren Klassenleitungen (in diesem Schuljahr Julia Brandl, Claus-Peter Englhardt und Elisabeth Rosenberger) in ihrer Freizeit am Freitagnachmittag ihre ganz persönlichen „Ego Cubes“ zusammenbauen. Hierbei handelt es sich um praktische, tragbare und verschließbare Aufbewahrungswürfel aus Holz. Diese werden die Kinder während ihrer gesamten Schullaufbahn begleiten und dienen als eigenes Fach im Klassenzimmer. Schulische, aber natürlich auch private Dinge sind darin gut verwahrt und aufgehoben. Nach Ende der Schulzeit werden die praktischen Würfel mit Nachhause genommen.

Der Schulleitung und den Lehrern ist es sehr wichtig, dass die Ego Cubes gemeinschaftlich zusammen gebaut werden. Dies fördert den Kontakt zwischen Eltern, Lehrern und Kindern und das positive Klima in der Schulfamilie. Außerdem schätzen die Schülerinnen und Schüler dann das Mobiliar, das sie die gesamte Realschule begleiten wird.

Die Fünfklässler konnten es in den letzten Wochen und Tagen kaum erwarten, bis sie ihre praktischen Würfeln zusammen bauen durften. Immer wieder wurden die Klassenleitungen gefragt, wann es denn nun endlich so weit sei. Dann endlich durften die zahlreichen „Handwerkerinnen und Handwerker“ bewaffnet mit eigenem Werkzeug an einem Freitagnachmittag an die Schule kommen. Sie wollten sofort loslegen, jedoch wurde zunächst vorgestellt, aus welchen Einzelteilen die ‚Cubes‘ angefertigt, vorbearbeitet und geliefert worden waren. Anschließend bauten die Klassenleitungen einen Vorzeige-Würfel und erklärten kurz den Aufbau. Alle hatten den Vorgang schnell verinnerlicht und durften dann endlich selbst ans Werk.

Die Klassenzimmer der fünften Klassen waren bereits im Vorfeld von den beteiligten Lehrkräften, zu improvisierten Werkstätten umfunktioniert worden. Gemeinsam wurde fleißig geschraubt, gebohrt und zusammen gebaut. Dankend wurde die Versorgung des Elternbeirats angenommen. Es gab für die fleißigen Handwerker Butterbrezen und Käsestangen sowie Kaffee und Kuchen, letzterer war von den Eltern gespendet worden. Das Ergebnis - 75 fertige Würfel - konnte sich anschließend sehen lassen.

Ein weiteres Highlight ist, dass die Kinder sich an den fertigen ‚Ego Cubes’ jederzeit kreativ austoben können. Sie können nämlich bemalt werden. Hierbei ist der Fantasie keine Grenzen gesetzt, da die Farben jederzeit weggewischt und die Aufbewahrungswürfel von Neuem bemalt werden können. So hat jeder Würfel eine persönliche Note. Außerdem stellt es kein Problem dar, wenn sich von Zeit zu Zeit der Geschmack ändert. Die kleinen stabilen Kisten können somit auch ohne Weiteres mit in jede Jahrgangsstufe genommen werden. Er kann dort weiter verwendet werden und dient nach dem Abschluss sicherlich als schöne Erinnerung an die vergangene Schulzeit.

Tanja Tajsich